
Mit dem Rauschgenerator von Ultrabeat kannst du eine breite Palette an Percussion-Klängen und Sound-Elementen erzeugen. Der Rauschgenerator verfügt auch über ein eigenes integriertes Filter, das unabhängig vom allgemeinen Ultrabeat-Filter funktioniert, wobei das Filter des Rauschgenerators für den Gesamtklang ebenfalls noch benutzt werden kann.
Genau genommen enthält ein Rauschsignal alle Frequenzen, wobei diese ungefähr gleich laut sind. Da alle Frequenzen gleichzeitig zu hören sind, ist es für das menschliche Ohr schwierig, eine bestimmte Frequenz bzw. Tonhöhe daraus herauszuhören. Trotzdem, oder gerade deshalb, ist Rauschen ein unersetzliches Material bei der Klangformung elektronischer Drum-Sounds.

Taste „On/Off“: Schalte den Rauschgenerator ein bzw. aus. Beim Programmieren eines Drum-Sounds kannst du die einzelnen Klangquellen ein- bzw. ausschalten. So kannst du dir die einzelnen Komponenten separat anhören und gegebenenfalls entfernen.
Tasten „Filter Type“: Schalten das Filter des Rauschgenerators zwischen Lowpass-, Highpass- und Bandpass-Modus um.
LP (Lowpass): Dieser Filtertyp lässt Frequenzen unterhalb der Cutoff-Frequenz passieren. Die Flankensteilheit des Filters beträgt 12 dB/Oktave.
HP (Highpass): Dieser Filtertyp lässt Frequenzen oberhalb der Cutoff-Frequenz passieren. Die Flankensteilheit des Filters beträgt 12 dB/Oktave.
BP (Bandpass): Das Frequenzband unmittelbar um die Mittenfrequenz (festgelegt mit dem Cutoff-Drehregler) darf passieren. Alle anderen Frequenzen werden unterdrückt. Der Resonance-Parameter steuert die Breite des Frequenzbands. Das Bandpass-Filter ist ein Zweipol-Filterelement, dessen Flankensteilheit auf beiden Seiten der Mittenfrequenz des Frequenzbands 6 dB/Oktave beträgt.
byp (bypass): Deaktiviert das integrierte Filter.
Drehregler „Cutoff“ und „Resonance“: Drehe diese Regler, um die Cutoff/Center-Frequenz und das Resonance/Bandwidth-Verhalten des integrierten Filters zu steuern.
Der Cut-Drehregler bestimmt den Punkt im Frequenzspektrum, wo das Signal angehoben oder abgesenkt wird. Entsprechend dem ausgewählten Filtertyp kannst du einen Klang durch den Cut-Drehregler dunkler (LP), schlanker (HP) oder nasaler (BP) einstellen. Der Parameter „Cutoff“ kann über die in den mod- und via-Einblendmenüs eingestellten Quellen moduliert werden.
Ein Aufdrehen von „Resonance“ verstärkt die Frequenzanteile, die in unmittelbarer Nähe der Cutoff-Frequenz liegen. Der Wertebereich reicht von 0 (keine Anhebung) bis hin zur Selbstoszillation des Filters bei hohen Resonanz-Werten. Die Selbstoszillation ist eine typische Eigenschaft analoger Filterschaltkreise. Diese Phänomen tritt auf, wenn das Filter durch hohe Resonanz-Werte rückkoppelt und in Eigenschwingung gerät.
Drehregler „Dirt“: Stelle höhere Werte ein, damit das pure weiße Rauschen deutlich rauer und spröder wird. Der Parameter „Dirt“ kommt bei hohen Resonanz-Werten besonders gut zur Geltung. Der Parameter „Dirt“ kann über die in den mod- und via-Einblendmenüs eingestellten Quellen moduliert werden.
Drehregler „Volume“: Bestimmt den Output-Pegel des Rauschgenerators. Der Parameter „Volume“ kann über die in den mod- und via-Einblendmenüs eingestellten Quellen moduliert werden.
Taste „Signal Flow“: Verwende diese Taste, um das Signal des Rauschgenerators durch den Ultrabeat Filter oder direkt zu den Equalizern (im Ausgangsbereich) zu leiten. In aktiviertem Zustand leuchtet die Taste auf und ein Pfeil zeigt die Richtung des Signalflusses an.
Hinweis: Die Signalfluss-Taste hat keinen Einfluss auf das unabhängige Filter des Rauschgenerators. Der unabhängige Filter kann mit der Taste „byp“ deaktiviert werden. Durch das im Rauschgenerator integrierte Filter kann das Rauschsignal zweimal gefiltert werden. In einigen Fällen wird es allerdings am Hauptfilter vorbeigeführt, um den Hauptfilter für anderweitige Bearbeitung von Drum-Sounds freizuhalten.